02 Burgruinen Winterchallenge
Am 28.2. und 1.3. hat der Allradclub 4x4 Wernberg die "Burgruinen Winterchallenge" veranstaltet - in Latschach/Finkenstein am Faaker See.
Etwas kurzfristig hab ich mich dazu entschloßen, meine Neuerwerbung (zu dem Zeitpunkt erst 1 Woche alt) doch gleich mal auszuprobieren - und ich habs definitiv nicht bereut! Die Veranstaltung war kein "Steckerlfahren", sondern ein (zumindest für mich) schon etwas anspruchsvollerer Wettbewerb, der rein auf Zeit ausgetragen wurde - wer kommt am schnellsten durch.
Die Anreise war weniger spannend als fad - laut Navi haben wir einen schönen Umweg gefahren, und haben gut 4 Stunden ab Wels nach Latschach gebraucht - auf der Autobahn, bei zum Teil wirklich miesem Wetter. Glücklich angekommen haben wir gleich unsere Tanks aufgefüllt (mit Bier natürlich), und ich hab dann den anderen beim Schlittenfahren zugesehen - ist nicht wirklich das meine.
Am nächsten Tag gings dann um 0930h los, es wurden 3 Gruppen gebildet die sich dann gleich zu den verschiedenen Stationen verabschiedet haben. Bei uns gings los mit 2 Rundkursen, die auf Zeit gemeistert werden mussten - bei der Streckenbegehung hab ich noch gedacht, ist eh easy und schön zum fahren - nur bei dem Untergrund (Dreck und Schnee) war die ganze Sache dann sauber rutschig und dadurch spannend. Ein paar sind hängengeblieben, ich zum Glück nicht - keine Bestzeit, aber auch nicht der letzte. Gut so. Damit war dann der Vormittag ausgefüllt, nach der Mittagspause machten wir uns auf in einen kleinen Steinbruch, oder besser Schottergrube.
Das war dann wirklich spannend - schon der Start hatte was, einen steilen (rutschigen) Hügel rauf, mit 90 Grad Kurve weiter in den Steinbruch, und dort einen vorbereiteten Parcours durchfahren. Zum Glück gabs da keine Streckenbegehung (da war noch ein Bach dazwischen), drum hab ich die Finessen der Strecke erst beim fahren mitbekommen - aus der Ferne wars ja harmlos. Ich starte los, den Hügel schön gemeistert, und dann gradeaus in den Parcours rein (dort waren zwei Runden zu drehen) - bist Du fertig, mehr als ausreichend Schnee, und wo kein Schnee mehr war, lag nur mehr tiefer Dreck. Natürlich als schöne Berg- und Talbahn, und als Garnierung - eine eineinhalb Meter hohe Senkrechte Stufe zum runterfahren, mit gleich dran anschließender 90 Grad Kurve! Na, die anderen habens auch geschafft, dann werd ich das auch packen - und, zweimal gutgegangen. Voll der Freude zurück durch den Bach, und Richtung letzte Sektion, als ich auch schon abgewunken werde - ich hätte doch mit der letzten Sektion anfangen müssen!
Kommando retour, ich darf alles nochmals fahren (war aber keine Strafe :-) - alles bestens, macht von Runde zu Runde mehr Spass. Dann nochmals das ganze, in anderer Reihenfolge und anderer Richtung, nur um zu sehen, ob wir nicht wirklich mal steckenbleiben - ist mir aber nicht passiert. Leider hats meinem Kollegen Alex aber gleich zu Beginn die hintere Achse abgerissen ..... und damit war für ihn der Bewerb vorüber. Als alle im Steinbruch fertig waren, durften wir als letzte Übung noch einen tief verschneiten Hohlweg auf Speed rauf, oben umdrehen und wieder runter - nicht schlecht. Nur nicht stehenbleiben mittendrin, so ausgefahren wie der Weg war ..... und der viele Schnee. Nach dem Abendessen gabs dann noch eine Sondereinlage - wir durften mit unseren 4x4 eine Skipiste rauf fahren. Gut zwei Drittel der Teilnehmer habens bis ganz rauf geschafft, ich bin leider nur bis zum zweiten Tor gekommen - da fehlt mir noch das Gefühl fürs Gas.
Am Sonntag gabs am Vormittag dann nochmals den Steinbruch zu fahren, mit etwas geänderter Streckenführung und noch mehr Schnee als am Vortag - und diesmal hab ich es geschafft, mich fest zu fahren ...... aber zwei Kollegen haben mich (gegen Zeitstrafe natürlich) sofort freigeschaukelt. Ich lerne bei jedem mal fahren was dazu - diesmal, das ich einfach mit mehr Schwung anfahren hätte müssen. Nicht einen halben Meter zurück, sondern gleich wie am Schluß volle zwei Meter - und dann gibts kein steckenbleiben mehr, dafür hat man ja 200 PS.
Mittags gabs dann nach dem Essen die obligate Siegerehrung - diesmal hats für mich zu Platz 21 von gut 30 Startern gereicht, das passt, ich bin damit vollauf zufrieden - etwas weniger Fehler, und ich wär noch ein Stück nach vor gerutscht. Es war eine Spitzen Veranstaltung, super Leute und alle lässig drauf - was will man mehr!
Und was mich am meisten wundert: was so ein Jeep alles aushaltet. Eine Teils irre Strecke, 7x die Kante runtergesprungen (wenn man zu langsam runterfährt, riskiert man hängen zu bleiben), 3x hats dabei schön gekracht wie der Uniframe aufgeschlagen hat, und erst zu Hause hab ich bemerkt das ich mir dabei die vordere Stoßstange verbogen hab - aber alles kein Problem für den Jeep! Spitzenklasse!
Also, ich freu mich schon auf den nächsten Bewerb, wann und wo auch immer!
Christian
P.S.: Und noch was - mein Neuer säuft nicht (oder: bei weitem weniger). Ich hab inklusive der Geländefahrten nur ca. 15,5 Liter gebraucht - das ist der Hammer, ich hab da bei weitem schlimmeres erwartet. Nicht, das es mir nicht wurscht wäre :-)
P.P.S.: Ein paar Bilder gibts natürlich auch in der Gallery ....
