4x4 Winterspaß des ORC

Als absoluter Newcomer bei 4x4 Veranstaltungen konnte ich natürlich eine Veranstaltung in direkter Nähe meines Heimatortes nicht auslassen - Veranstalter war der ORC Offroad- und Rallyclub in Wartberg an der Krems.

Die Voraussetzungen waren bereits die besten: ich habe sehr kurzfristig davon erfahren, meine einzige Vorbereitung bestand darin die MT-Reifen auf den Jeep aufzuziehen und mich besonders warm anzuziehen. Das solche Veranstaltungen prinzipiell nur mit offenen Fenstern gefahren werden hab ich ja bereits im Dezember lernen dürfen ....

Mit einem neuen Beifahrer (Werner, Besitzer eines Grand Cherokee) habe ich mich dann auf den Weg gemacht - natürlich waren wir viel zu bald dort, aber das gemütliche Clubhaus hat uns mit Kaffee und Kuchen entsprechend versorgt. Nach der Anmeldung blieb damit zumindest noch genug Zeit, die anderen Teilnehmer kennen zu lernen. Und siehe da, wenn treffen wir - Claus, ein Minifahrer aus Steyr. Beide wussten wir nichts vom "Fremdgehen" des anderen mit den 4x4 ........

Start war dann ab 0930h, in die erste Sonderprüfung wurden wir von Daniel vom ORC eingewiesen. Super - gleich eine Spezialität: ein schöner Trialkurs mit Hügel und Löchern und ..... blind zu durchfahren! Der Fahrer bekam eine abgeklebte Taucherbrille aufgesetzt, und der Beifahrer musste ihm im wahrsten Sinn des Wortes den Weg weisen. Nur gut, das Daniel uns das mal vorgezeigt hat - und gleich den ersten Stecken ummähte. Ich bin ja schon froh wenn ich so nicht stecken bleibe, aber blind noch dazu - ich kann nur sagen, das ist wirklich äußerst ungewohnt. Aber, wir habens super gemeistert.

Um dann noch eins draufzugeben, haben wir den gleichen Rundkurs nochmals gemeistert - diesmal im Rückwärtsgang. Jetzt weiß ich wenigstens warum ich mir den Reserveradträger montiert habe - um ja sicher keine Sicht nach hinten zu haben. Alles im Bild, auch das gemeistert. Die nächste Übung war jetzt eher was für mich - einen schönen, steilen, gatschigen Hügel rauf - oben waren dann Fragen zu beantworten, und auf Zeit wieder runter. OK, harmlos.

Nach der Mittagspause durften wir dann in den Wald - spannend durch das glitschige Laub. Zusätzlich wurde auch noch der Beifahrer gefordert, er musste auf Anweisung etwas zeichnen, was der Fahrer (ich) erraten musste. Natürlich auf Zeit. Ich möcht ja nicht sudern, aber unsere Aufgabe war die schwierigste - wie zeichnet und errät man einen Schafhirten? Ich war sicher der einzige, der zum raten sogar den Motor abgestellt hat :-) Tschuldigung an Werner, war eher nicht so motivierend - aber die anderen haben dafür umso mehr gelacht.

Danach wurde es dann noch etwas unterhaltsamer: ein schöner Rundkurs mit so richtig "bergigem" Boden - garniert mit der Schwierigkeit, einen Ball auf der Motorhaube im Korb zu behalten. Auch das natürlich wieder auf Zeit. Nachdem wir diesen Kurs jemals 1x in jeder Richtung befahren hatten kam natürlich noch der Clou - das ganze nochmals in beide Richtungen, aber Rückwärts. Nachdem aber zu dem Zeitpunkt bereits 16 Autos den Kurs je 2x befahren hatten, kann man sich ja lebhaft vorstellen wie der Boden ausgesehen hat. Auf Oberösterreichisch: "a schene Lettn". Schön :-)

Sensationell wohin der Jeep trotz der MT dann fährt, wenn man nicht mehr so genau navigieren kann - spätestens da weiß man dann die 4 Liter Hubraum und die 200 PS zu schätzen. Rohgewalt hilft :-)  -  und macht extrem viel Spaß! Aber - ich weiß jetzt, ich brauch eine Diffsperre!

Gegen Abend kam dann die obligate Siegerehrung - und wir waren nicht die letzten. Für unseren ersten Bewerb schon mal ein gutes Zeichen. Und wir haben Lust auf mehr!

Schwenti