Leiben Classic Night Rallye 2005

Auch dieses Jahr veranstalteten die MIG Leiben und das Gamma Racing Team wieder die Leiben Classic Night. Und auch dieses Mal war es wieder eine Top-Veranstaltung!

Ich schraubte noch bis am Freitag Abend an meinem MKIII Cooper S um an der Rallye auch teilnehmen zu können. Diesen Mini habe ich ja bei der letzten Wintertourenfahrt ordentlich zerstört. Und das war im Jänner. "Haben wir ja sofort wieder gerichtet","spätestens in zwei Monaten fahren wir wieder". Das üblcihe halt .....

Das waren meine Worte nach dem Unfall im Jänner. Wie wenn man es nicht besser wüsste. Die eigenen Autos werden immer zurück geschoben. Kundenfahrzeuge gehen vor.

Aber der Mini wurde noch rechtzeitig fertig! Und er hat brav durchgehalten. Am Samstag fuhr ich, mit dem Mini huckepack, um 10:00 los um meinen Beifahrer Schwenti noch in Ansfelden abzuholen. Nach einem kleinen Imbiss in der Autobahnraststation machten wir uns auf den Weg nach Leiben. Wer es nicht weis, Leiben liegt in der Nähe von Melk.

Am Weg dorthin begann es schon zu regnen. Nicht viel aber dafür hielt es sich eigentlich den ganzen Abend und auch bis in die Nacht. Immer wieder ganz kurze Schauer. Der erste Teilnehmer überholte uns schon auf der Autobahn mit seinem Jaguar E-Type.
Aber es waren auch andere sehr schöne Fahrzeuge am Start. Zu erwähnen wären hier ein Renault Alpin A110, Volvo 123GT, Porsche 356, Porsche Carrera RS und viele andere Raritäten! Nicht zu vergessen natürlich der 1000er Mini von Michi und Conny Schellenberger.

Wie auch letztes Jahr fand auch heuer wieder zur gleichen Zeit der Leibener Adventmarkt im Schloss Leiben statt. Auf alle Fälle ein sehenswerter Markt. Auch die Fahrerbesprechung wurde im Schloss abgehalten. Diese war kurz und bündig. Die Roadbooks wurden ausgeteilt und auf ein paar Fehler in diesen wurden wir hingewiesen.

Kurz darauf, um 15:00, startete auch schon das erste Fahrzeug. Gestartet wurde im Minutentakt. Wir hatten die Startnummer 10.
Gleich beim Start war die erste Sonderprüfung. Es galt ein paar Meter in einer gewissen Zeit zu fahren. Wie üblich verpatzten wir diese Sonderprüfung gleich. Wir waren viel zu schnell. Aber was auch sonst mit einem Mini Cooper.

Die weiteren Sonderprüfungen waren Gleichmassigkeitsprüfungen. Gewisse Streckenabschnitte, zwischen 4 und 26 km, mussten mit einer vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren werden. Sollte eigentlich kein Problem darstellen. Man kann ja einfach am Ende vor der Zeitkontrolle warten und zur richtigen Zeit die Lichtschranke durchfahren. Denkste! Es waren mehrere geheime Zeitkontrollen. Also haben wir natürlich alle Sonderprüfungen verpatzt!

Aber wir sind trotzdem sehr stolz auf uns. Denn wir gehörten zu den nur 5 Teams welche keine Strafpunkte bei den normalen Zeitkontrollen erhielten!

Die gesamte Distanz der Rallye betrug 375km! Und die einzelnen Etappen waren zeitmäßig so knapp gesteckt dass man den vorgegebenen Schnitt von "nur" 47 km/h nur mit knapper Not schaffte! Wir mussten den Mini schon ordentlich fliegen lassen damit wir im vorgegebenen Zeitrahmen blieben. Durch die engen Zeiten und natürlich auch den widrigen Straßenverhältnissen (Laub, Schmutz und Feuchtigkeit) hatten wir auch zwei "Ausflüge" in Wiesen und Felder. Aber alles im grünen Bereich und nichts passiert!

Der zweite Mini verlor schon während der ersten Etappe bei einer Notbremsung einen Bremskreis. So war das Team Schellenberger gezwungen die Rallye zu beenden oder mit einer defekten Bremse weiter zu fahren. Aber wer Michael kennt, der weiss natürlich dass er sich für letzteres entschieden hat. Nicht ganz zur Freude von seiner Gattin. Sie war am Ziel ziemlich abgekämpft.

Leider schaffte es keiner der Minis auf die Plätze. Aber dabei sein ist doch alles!

Und dabei sind wir auch sicher kommendes Jahr wieder!

Bernhard Humer