Leiben Classic Night 2004

Eine neue Rally in der Classic Szene. Veranstaltet vom MIG Leiben und dem Gamma Racing Team.

Natürlich wird für so etwas wie üblich viel zu wenig Werbung gemacht. Darum bekamen auch wir erst eine Woche vor dem Termin Bescheid. Danke an Robert Bosch! Kurz Entschlossen wir uns daran teilzunehmen. Wir das sind Christian, alias Schwenti, und ich. Zum ersten Mal war ich Beifahrer da mein Bolide noch immer mit kapitalem Motorschaden in der Garage steht. Leider habe ich durch viele Kundenaufträge viel zu wenig Zeit für meine eigenen Autos. Aber nächste Saison sollte er wieder startklar sein.

Zum Glück hatten wir ja noch Schwentis Schlitten um mal wieder kräftig die Waldviertler Strassen unsicher zu machen. Wie der Name der Rallye schon aussagt war es eine Nachtrallye. Somit sollten wir ja noch den gesamten Samstag Vormittag Zeit haben um alles aufzuladen und vorzubereiten.

Um uns richtig darauf einzustellen machten wir noch bis spät in die Nacht am Freitag "Trockentraining" am Computer mit dem Spiel Rally-Trophy. Um 2 Uhr Morgens dachten wir dann doch dass es eigentlich Zeit wäre um ins Bett zu gehen. Bald in der Früh, um 7 Uhr standen wir wieder auf. Also lächerliche 5 Stunden Schlaf sollten doch genug sein um die nächste Nacht Rallye zu fahren.

Wie ich bereits erwähnte hatten wir nun noch den gesamten Vormittag. Daher ausgiebig Frühstücken mit einiger Youngtimer Lektüre. Gemächlich anziehen und ab zur Garage um noch Vergaser und Zündung einzustellen. Die Zeit wird schon knapper und kaum ist die Motorhaube offen kommt auch schon der Nachbar mit der Bitte um Hilfe. Schnell war auch hier eine knappe Stunde vergangen. Dennoch schafften wir es pünktlich um 11 Uhr abzufahren. Und hätte Schwenti nicht den Zulassungsschein im anderen Auto vergessen hätten wir auch nicht mehr zurückfahren müssen.

Aber zum Glück hatten wir den Zulassungsschein noch geholt denn sonst hätten wir ihn bei der technischen Abnahme sicher gebraucht. Mittlerweile sind wir ja schon so bequem, oder auch alt, dass wir nicht mehr unbedingt auf Achse anreisen sondern etwas komfortabler mit Bus und Hänger fahren. Angekommen in Leiben, eine Waldviertler Metropole mit richtig großem Schloss, waren wir auch sofort in Rallyestimmung da schon einige sehr schöne Klassiker in Rallyetrimm umher düsten.

Die technische Abnahme war sehr simpel. Es genügte dass wir uns die Unterlagen abholten. Der Mini wurde mal abgeladen und beklebt mit Rallyeschildern und Startnummern. Dann ging es darum auf der so genannten Referenzstrecke den Tripmaster zu justieren. Hierzu bekamen wir ein "kleines Roadbook" für diese Referenzstrecke. Leider mussten wir feststellen dass wir schon bei der zweiten Kreuzung Navigationsprobleme hatten. Bis wir dass jedoch bemerkten hatten wir wirkliche Probleme dass Roadbook richtig zu deuten. Wir interpretierten uns dann die Strecke schon so dass wir beinahe schon selbst daran glaubten richtig zu sein bis wir doch feststellten dass wir komplett falsch waren. Aber es ging nicht nur uns so. Die kleine Kreuzung haben auch andere übersehen und sind umhergeirrt.

Nach einiger Zeit schafften wir es aber die richtige Strecke zu finden und auch unseren Tripmaster zu justieren. Bis zur Fahrerbesprechung hatten wir noch etwas Zeit in welcher wir den Adventmarkt im Schloss besuchen konnten. Der Eintritt war auch im sehr günstigen Nenngeld von €130 inkludiert.

Bei der Fahrerbesprechung wurden die Roadbooks an die Mannschaften verteilt. Und um 15: 30 war der Start des ersten Wagens. Die restlichen starteten im Minutentakt. Wir hatten die Startnummer 14.

Die Strecke führte uns auf 5 Etappen auf kleinsten Strassen und zum Teil auch Schotterwegen quer durch die Gegend rund um Leiben. Insgesamt waren 340km zu bewältigen. Die Etappen waren zeitlich so knapp bemessen dass man schon ordentlich Navigieren und dementsprechend "andrücken" musste um diese in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen.

Einige Male war Schwenti etwas zu flott in den Kurven, was uns auch einen Ausritt in ein frisch bepflanztes Feld bescherte. Zum Glück keine Schäden außer ein paar demolierte Jungpflanzen.

Nach der zweiten Etappe, oder war es nach der Dritten, gab es ein Prima Abendessen in Buffetform. Natürlich auch im Preis inbegriffen. Danach ging es frisch gestärkt weiter in die Nacht. In den höheren Gebieten kamen wir auch schon in den Schnee!
Die Rallye war auch gespickt mit einigen Sonderprüfungen wie Gleichmäßigkeitsabschnitte und 60m Sprints auf vorgegebener Zeit.
Leider haben wir zwei davon verpatzt und landeten daher nur im Mittelfeld.

Um 00:30 war Zieleinlauf mit anschließender Siegerehrung und nochmaliger Bewirtung mit Gulaschsuppe. Anschließend machten wir uns wieder auf den Heimweg um gegen 5 Uhr Früh zu Hause einzutreffen.

Fazit: Eine absolut super organisierte Veranstaltung an welcher wir sicher wieder teilnehmen werden!

Berni